Archiv für Oktober 2009

Fishing for Compliments

Mit allen Mitteln probieren die Neonazis der „FN/NSA Tostedt“, sich vor anderen Kameradschaften zu profilieren. Dieses mal geschah das mit Hilfe von Graffitis, Aufklebermotiven und Zeichnungen, die sie auf einer Internetseite veröffentlichen ließen, auf der Neofaschist_Innen die Möglichkeit haben, ihre „Kunstwerke“ zu präsentieren und kommentieren zu lassen.

Das erste Graffiti entstand bereits im März 09 und kann seit geraumer Zeit im Internet aufgerufen werden. Es wurde gemeinsam mit zwei weiteren Graffitis veröffentlicht, die etwa zwei Wochen später fotografiert wurden, ebenfalls von Fabian R.’s Handy.

Die neueste Veröffentlichung zeigt eine Collage, die jedem Menschen mit Sinn für Ästhetik die Tränen in die Augen treibt. Mit der unglaublich originellen Idee, den Aufkleber „Mein Fahrrad ist wichtiger als Israel“ auf Straßenschilder mit einem Fahrradmotiv zu kleben, haben sich die Kamerad_Innen hierbei wieder einmal selbst übertroffen.

Wer glaubt, das war nun schon genug, der irrt sich. Der Gipfel des schlechten Geschmacks ist ein selbstgemaltes Bild in Neonfarben. Mensch stelle sich nun einmal vor, wie einer von Fabis „Kameraden“ stundenlang am Schreibtisch sitzt, um mit einem Filzstift sorgfältig an den Linien entlang zu malen, um im Anschluss auf der Straße wieder den harten Macker raushängen zu lassen.

Wir amüsieren uns köstlich.

Who’s Next?

Dass die Tostedter Neonazis zeitweilig sehr unausgelastet sind, da ihr Heimatdorf nur wenige Freizeitmöglichkeiten anbietet, zeigte sich erneut am letzten Wochenende.
Wie sonst kann mensch erklären, dass ein voll besetztes Auto mit sämtlich vermummten Insassen mehrere Stunden lang um die Tostedter Bahnhofsgegend patroullierte, weil zwei AntifaschistInnen nachmittags bei ihrer Ankunft mit dem Zug sowohl dem Neonazi Christoph R. begegneten, als auch das silberne Auto von Kjell R. von weitem erblickten. Nach einem schnellen und beherzten Anruf verschwand selbiger Kleinwagen, um nach etwa 20 Minuten samt weiterer gewaltbereiter Neonazis zum Bahnhof zurückkehrte und dort mehrmalig auf- und abfuhr.
Da die Neonazis allerdings in ihrer Kindheit lieber Kekse verkauften, als Verstecken zu spielen, entdeckten sie die beiden AntifaschistInnen nicht, obwohl die beiden ihrerseits von ihrem Standort aus die etwa zweistündige erfolglose „Jagd“ nach ihnen genau beobachten konnten.

Rassistischer Überfall in Zeven

Am Nachmittag des 14. Oktobers kam es im niedersächsischen Zeven zu einem rassistischen Überfall auf einen Migranten asiatischer Abstammung. Auf dem Parkplatz, hinter dem Hotel „Paulsen“, ereignete sich der Übergriff.

Der Jugendliche wurde von zwei Neonazis angepöbelt und übel beschimpft, mit rassistischen Aussagen wie „Reisfresser“, „scheiss Schlitzauge“, etc…! Die beiden Täter sind anhand ihrer Kleidung eindeutig der neofaschistischen Szene um Tostedt zuzuordnen. Sie probierten ihr Opfer dazu zu nötigen seine Wertsachen wegzugeben. Als dieser sich weigerte, schlugen sie mehrfach auf ihn ein bis er zu Boden ging. Doch auch dann ließen sie nicht von ihm ab, sie traten weiter auf den Jugendlichen ein. Erst nach einer ganzen Weile entfernten sie sich vom Ort des Geschehens und ließen den Jugendlichen einfach so liegen. Der Jugendliche musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und war dort bis Montag in ambulanter Behandlung.

Leider ist eine Zunahme solch menschenverachtenden Übergriffe in der Region Zeven, Sittensen, Buchholz, Tostedt und Umgebung zu beobachten.

Neonaziangriffe in Delmenhorst

Montag, 12.10.2009 – 30 Neonazis attackieren Jugendtreff:Gegen 16:30 Uhr sammelten sich zunächst 10 vermummte und teils bewaffnete Neonazis vor einem Jugendtreff und versuchten alternative Jugendliche mittels mehrerer Kameras zwecks sog. „Anti-Antifa-Arbeit“ zu fotografieren.

Nachdem die Neonazis sich zurückgezogen hatten, gelangte eine zuvor alamierte Polizeistreife an die Einrichtung. Jedoch behaupteten die Beamten, es liege kein ernstzunehmendes Gefahrenpotential vor – und beendeten den Einsatz.

Rund 20 Minuten später sammelten sich erneut Neonazis vor dem Jugendtreff, diese – mittlerweile auf 30 Personen angewachsene – Gruppe versuchte anschließend vermummt, bewaffnet mit abgebrochenen Flaschen, Reizgas, Teleskopschlagstöcken, Quarzsandhandschuhen sowie weiteren Gegenständen die Einrichtung anzugreifen.

>> Zum kompletten Artikel
>> Blog der Antifa Delmenhorst

Auch Neonazis aus Tostedt waren beteiligt, darunter Fabian R. und Emilio W.

Hurra, 1. Nazi-Fanpage!

Wir freuen uns über die erste Fanpage zu unserem Projekt Kraut Detection, denn anscheinend hat es die Neonazis da getroffen, wo es ihnen weh tut. Das bestätigt uns darin, auch weiterhin zu veröffentlichen, was sich die Neofaschisten in Tostedt und Umgebung leisten.

Mit dem Namen „Ost Hannover“ nimmt die Seite bereits im Namen direkten Bezug auf das 3. Reich und die NSDAP. Ost Hannover war einer der GAUs, in die das Deutsche Reich von der NSDAP aufgeteilt wurde. Sitz des GAUs war zunächst Buchholz, damit liegt auch Tostedt im Bereich dieser ehemaligen Verwaltungseinheit.
Auch antisemitische Hetze muss mensch nicht lange suchen, ein Blick auf den Titel der Seite genügt.

Zwar findet mensch weder Argumente noch Beweise, nicht einmal die versuchte Widerlegung der Vorkommnisse, die wir dokumentiert haben.
Lediglich in einem Beitrag, der hauptsächlich aus der unveränderten und unkommentierten Kopie unseres Beitrags „Was bisher geschah“ besteht, wurde der Versuch unternommen, unsere Inhalte zu karikieren.
Die Aussagen konnten anscheinend nicht negiert werden, also beschränken sich die Neonazis darauf, einfach einige Falschaussagen hinzuzufügen. Darunter befinden sich sowohl lustige als auch gewaltverherrlichende und makabere Inhalte.
Wir möchten hier nur 2 von vielen erfundenen Aussagen zitieren:

Wir möchten uns ganz besonders bei den Neonazis Christoph R. und Fabian R. bedanken, da sie sich als begeisterte Leser unseres Blogs zu erkennen geben. Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere fantasievolle Beiträge, über die wir uns hoffentlich genauso gut amüsieren können.

Also, liebe LeserInnen: Augen auf beim Keksekauf!

GG goes Zeven again

Dass Nazis von Kneipen magisch angezogen werden, ist eine Tatsache, ebenso, dass die „Gladiatoren“ gerne auf Veranstaltungen erscheinen und Menschen angreifen, deren Einstellung ihnen nicht passt. Diese Dinge in Kombination wurden vier alternativen Jugendlichen am Abend des 3. Oktober zum Verhängnis.
Während der „Kneipennnacht“ in Zeven vergnügte sich die kleine Gruppe zusammen mit anderen feierlustigen Menschen. Als die Jugendlichen dann beschlossen, kurz vor die Tür zu gehen, trafen sie auf etwa 10 Neonazis, die durch ihre „Gladiator Germania“-Shirts eindeutig zu erkennen waren. Ihre Gewaltbereitschaft stellten sie an diesem Abend ein weiteres mal unter Beweis, indem sie die vier jungen Menschen augenblicklich angriffen.
Auslöser des brutalen Übergriffs war lediglich ein T-Shirt, mit dem sich der Träger offen gegen die menschenverachtende Ideologie der Nazis bekennt. Anscheinend war das für die Nazis genug, um den Opfern mitten auf dieser Veranstaltung und inmitten von Menschen mehrere Verletzungen zuzufügen, darunter einen Nasenbruch.
Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Dorfbewohner die Präsenz der Neonazis und ihr aggressives Verhalten akzeptieren. Denn im mehr als 20km entfernten Zeven werden die Tostedter Neonazis regelmäßig auf Feiern gesehen.

Schon wieder in Todtglüsingen…

Am ersten Oktoberwochenende kam es in Tostedt erneut zu einem versuchten Übergriff.
Nachdem mehrere Neonazis den Jugendlichen schon einige Tage vorher am Bahnhof gewaltsam vom Fahrrad getreten hatten, wurde er nun erneut zur Zielscheibe.
Spätabends begleitete der Jugendliche, der durch seinen alternativen Kleidungsstil auffällt, eine Freundin durch den Ortsteil Todtglüsingen, als ein Auto neben ihm hielt und mehrere Nazis ausstiegen, um ihn zu attackieren.
Glücklicherweise erkannte er die Angreifer rechtzeitig und schaffte es, trotz Verfolgung zu fliehen, begleitet von weiteren Rufen und Drohungen.
Dieser Vorfall zeigt wieder einmal, wie hemmungslos die Nazis in Tostedt gegen Menschen vorgehen, die offenkundig nicht in ihr Weltbild passen.