Beiträge von brain

Angriff auf Polizei-Station

Nachdem am 3.11. in Wistedt/Tostedt drei Neonazis die Scheibe eines Mehrfamilienhauses mit einem Stein eingeworfen hatten (http://de.indymedia.org/2009/11/264850.shtml), griffen die Täter gleich im Anschluss die Polizei-Station in Tostedt an, ebenfalls mit Steinen bewaffnet.

Auch hier konnten die Drei vorerst unerkannt entkommen. Aber ein Streifenwagen der staatlichen Repressionsorgane kontrollierte auf einen bloßen Verdacht hin zufällig das Fluchtfahrzeug, hierbei wurden Sprühschablonen und „eindeutige Kleidung“ beschlagnahmt. Vor Ort konnte allerdings nur einer der Täter festgenommen werden, da sich der Fahrer als einziger noch im Wagen befand. Allerdings gestand er direkt die ihm zur Last gelegten Verbrechen und nannte die Namen seiner Mittäter. Nach seinen Angaben handelt es sich bei den Tätern um die drei Neonazis Marcel K., Jannik F. und Mattes W. Mattes ist festes Mitglied der Kameradschaft „Gladiator Germania“ und den „Freien Nationalisten Tostedt“. Er ist bereits mehrfach wegen Körperverletzungen aufgefallen und tritt regelmäßig auf neonazistischen Aufmärschen in Erscheinung, zuletzt in Bad Nenndorf 2009. Seit einiger Zeit probiert er, Nachwuchs für die Neonazi-Szene zu rekrutieren. So schleppte er zum Beispiel auf den Aufmarsch in Bad Nenndorf zwei 13- und 14-Jährige aus dem Raum Hollenstedt/Moisburg mit, um sie mit dem menschenverachtenden Weltbild der Neonazis in Kontakt zu bringen.

Dass die Gruppe um Mattes W. sogar eine Bullenwache angegriffen hat, zeigt einmal mehr, wie selbstsicher die Neonazis in Tostedt agieren und wie wenig sie sich für die Konsequenzen ihres Handelns interessieren. Diese Tat reiht sich in eine ganze Liste solcher „naiven“ Gewaltorgien ein, die dadurch für linke Jugendliche leider nicht minder gefährlich werden (siehe auch „Was bisher geschah“). Für die Neonazis aus Tostedt ist der militante Gewaltaktionismus ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität. Durch die Teilnahme an diesen Aktionen werden Nachwuchsnazis fest in die neofaschistischen Zusammenhänge integriert.

Die Lokalzeitung „Nordheide Wochenblatt“ berichtet über die Ereignisse des 3.11. wie folgt (Link zum ganzen Artikel):

Fishing for Compliments

Mit allen Mitteln probieren die Neonazis der „FN/NSA Tostedt“, sich vor anderen Kameradschaften zu profilieren. Dieses mal geschah das mit Hilfe von Graffitis, Aufklebermotiven und Zeichnungen, die sie auf einer Internetseite veröffentlichen ließen, auf der Neofaschist_Innen die Möglichkeit haben, ihre „Kunstwerke“ zu präsentieren und kommentieren zu lassen.

Das erste Graffiti entstand bereits im März 09 und kann seit geraumer Zeit im Internet aufgerufen werden. Es wurde gemeinsam mit zwei weiteren Graffitis veröffentlicht, die etwa zwei Wochen später fotografiert wurden, ebenfalls von Fabian R.’s Handy.

Die neueste Veröffentlichung zeigt eine Collage, die jedem Menschen mit Sinn für Ästhetik die Tränen in die Augen treibt. Mit der unglaublich originellen Idee, den Aufkleber „Mein Fahrrad ist wichtiger als Israel“ auf Straßenschilder mit einem Fahrradmotiv zu kleben, haben sich die Kamerad_Innen hierbei wieder einmal selbst übertroffen.

Wer glaubt, das war nun schon genug, der irrt sich. Der Gipfel des schlechten Geschmacks ist ein selbstgemaltes Bild in Neonfarben. Mensch stelle sich nun einmal vor, wie einer von Fabis „Kameraden“ stundenlang am Schreibtisch sitzt, um mit einem Filzstift sorgfältig an den Linien entlang zu malen, um im Anschluss auf der Straße wieder den harten Macker raushängen zu lassen.

Wir amüsieren uns köstlich.

Rassistischer Überfall in Zeven

Am Nachmittag des 14. Oktobers kam es im niedersächsischen Zeven zu einem rassistischen Überfall auf einen Migranten asiatischer Abstammung. Auf dem Parkplatz, hinter dem Hotel „Paulsen“, ereignete sich der Übergriff.

Der Jugendliche wurde von zwei Neonazis angepöbelt und übel beschimpft, mit rassistischen Aussagen wie „Reisfresser“, „scheiss Schlitzauge“, etc…! Die beiden Täter sind anhand ihrer Kleidung eindeutig der neofaschistischen Szene um Tostedt zuzuordnen. Sie probierten ihr Opfer dazu zu nötigen seine Wertsachen wegzugeben. Als dieser sich weigerte, schlugen sie mehrfach auf ihn ein bis er zu Boden ging. Doch auch dann ließen sie nicht von ihm ab, sie traten weiter auf den Jugendlichen ein. Erst nach einer ganzen Weile entfernten sie sich vom Ort des Geschehens und ließen den Jugendlichen einfach so liegen. Der Jugendliche musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und war dort bis Montag in ambulanter Behandlung.

Leider ist eine Zunahme solch menschenverachtenden Übergriffe in der Region Zeven, Sittensen, Buchholz, Tostedt und Umgebung zu beobachten.

Hurra, 1. Nazi-Fanpage!

Wir freuen uns über die erste Fanpage zu unserem Projekt Kraut Detection, denn anscheinend hat es die Neonazis da getroffen, wo es ihnen weh tut. Das bestätigt uns darin, auch weiterhin zu veröffentlichen, was sich die Neofaschisten in Tostedt und Umgebung leisten.

Mit dem Namen „Ost Hannover“ nimmt die Seite bereits im Namen direkten Bezug auf das 3. Reich und die NSDAP. Ost Hannover war einer der GAUs, in die das Deutsche Reich von der NSDAP aufgeteilt wurde. Sitz des GAUs war zunächst Buchholz, damit liegt auch Tostedt im Bereich dieser ehemaligen Verwaltungseinheit.
Auch antisemitische Hetze muss mensch nicht lange suchen, ein Blick auf den Titel der Seite genügt.

Zwar findet mensch weder Argumente noch Beweise, nicht einmal die versuchte Widerlegung der Vorkommnisse, die wir dokumentiert haben.
Lediglich in einem Beitrag, der hauptsächlich aus der unveränderten und unkommentierten Kopie unseres Beitrags „Was bisher geschah“ besteht, wurde der Versuch unternommen, unsere Inhalte zu karikieren.
Die Aussagen konnten anscheinend nicht negiert werden, also beschränken sich die Neonazis darauf, einfach einige Falschaussagen hinzuzufügen. Darunter befinden sich sowohl lustige als auch gewaltverherrlichende und makabere Inhalte.
Wir möchten hier nur 2 von vielen erfundenen Aussagen zitieren:

Wir möchten uns ganz besonders bei den Neonazis Christoph R. und Fabian R. bedanken, da sie sich als begeisterte Leser unseres Blogs zu erkennen geben. Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere fantasievolle Beiträge, über die wir uns hoffentlich genauso gut amüsieren können.

Also, liebe LeserInnen: Augen auf beim Keksekauf!

Das war wohl nix.

So etwas passiert, wenn Werner Alexander Emilio W. sich aus lauter Profilierungsdrang vor seinen „Kameraden“ in der Internet-Community SchülerVZ nicht mehr beherrschen kann. Er kann offensichtlich nicht nur Antifaschist_innen bedrohen, um sich dann von den älteren „Gladiatoren“ beschützen zu lassen. Auch das schlimmste Verbrechen in der bisherigen Geschichte der Menschheit leugnet er ohne schlechtes Gewissen und findet sich auch noch lustig dabei.

Dass die „Holoklaust“-Leugnung kein schlechter Witz ist, sondern den Straftatbestand der Volksverhetzung darstellt, scheint ihm dann wohl doch klar geworden zu sein. Denn nur wenige Minuten später war die antisemitische Hetze wieder verschwunden, nun ersetzt durch einen Pinnwandeintrag in ganz anderem Tonfall.

Lieber Emilio, in Zukunft solltest du mal ein Geschichtsbuch ohne gefälschte „Beweise“ zur Hand nehmen und begreifen, dass eine geschichtliche Tatsache keine „Meinung“ ist, die mensch verdrehen kann.