Archiv der Kategorie 'in eigener Sache'

3.4.10 – NPD-Kundgebung in Buchholz

Für den 3. April 2010 ruft die neofaschistische NPD zu einer Kundgebung im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide auf. Unter dem rassistischen Motto „Kriminelle Ausländer ausweisen“ hat der Unterbezirk Lüneburg der niedersächsischen NPD diese Veranstaltung angemeldet. Dies gilt es gemeinsam zu verhindern!
[…]
Die Nazikundgebung sollte eigentlich schon am 5. Dezember 2009 in Buchholz stattfinden. Aus organisatorischem Unvermögen und weil die NPD übersehen hatte, das an diesem Tag ein größeres Kinderfest stattfand, hatte Manfred Börm damals seine Anmeldung wieder zurückgezogen. Nun will er es erneut versuchen.

>> Vollständiger Aufruf, Hintergründe, Material, …

Die Kundgebung sollte zunächst in der Adolfstraße, also mitten in der Innenstadt und in unmittelbarer Nähe zum Wochenmarkt stattfinden. Die NPD erklärte sich in einem Gespräch mit der Stadt allerdings dazu bereit, die Kundgebung nun auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden zu lassen, der auf zwei Seiten von Bahngleisen abgeschnitten wird.

* ab 12:00 Uhr: Rathausplatz – Bündnisveranstaltung
* ab 13:30 Uhr: Bahnhofsvorplatz – Kreativ und laut sein. Die Kundgebung stören. Wir sind lauter!

Gedenkveranstaltung blieb friedlich

Im Vorfeld der offziellen Gedankveranstaltung an den Mord von Gustav Schneeclaus am 18.3.2010 durch Stefan S. und Stephan K. gab es verstärkt Drohungen und Einschüchterungsversuche von Neonazis aus dem Raum Tostedt.
Doch trotz dieser Ankündigungen blieb es erfreulicherweise friedlich.

Einige Naziautos, darunter der Wagen von Kjell R., wurden am Abend des 18.3. mehrfach in Buxtehude gesichtet. Die beeindruckende Präsenz der Antifastrukturen hielt die Neonazis aber davon ab, die Veranstaltung zu stören, da sie sowohl zahlenmäßig als auch körperlich deutlich unterlegen waren und sich nicht trauten, ihre Autos zu verlassen.

Vielen Dank an alle Menschen, die die Veranstaltungen besucht, unterstützt und geschützt haben.
Vielen Dank an den AK Schneeclaus und die Kreisvereinigung VVN-BdA Stade, die das Gedenken an den Mord von Gustav Schneeclaus lebendig halten.

>> Arbeitskreis Gedenken an Gustav Schneeclaus
mit sehr vielen Hintergrundinformationen (Berichte, Zeitungsartikel, …)

>> Bericht zur offiziellen Gedenkveranstaltung
in Buxtehude am frühen Abend

>> Bericht zu dezentralen Gedenkaktionen
im Raum Buchholz/Tostedt am späten Abend

Gedenken an Gustav Schneeclaus

Seit der Wende 1990 sind 149 Menschen Todesopfer neonazistischer Gewalt geworden. Der 18. März 1992 wurde dem Kapitän Gustav Schneeclaus zum Verhängnis. Er wurde am Buxtehuder Busbahnhof von Neonazis zusammen geschlagen und erlag vier Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Einer der beiden Täter, Stefan Silar, spielt heute eine führende Rolle in der Kameradschaftsszene um Tostedt/Wistedt und Umgebung.

>> Zum indymedia-Artikel
>> Antifaschistischer Arbeitskreis Gedenken an Gustav Schneeclaus

Unterseite „Veranstaltungen“ mit Fotogallerie

Auf Krautdetection gibt es die neue Unterseite Veranstaltungen.

Dort gibt es:
1. eine Liste der öffentlichen Veranstaltungen, auf denen lokale Neonazis anwesend waren
2. eine Bildergallerie mit interessanten Fotos, die bereits im Internet veröffentlicht wurden

Falls es Erinnerungslücken bei uns gibt, freuen wir uns über einen Hinweis an unsere E-Mailadresse ;)

Thor Steinar wurde gehackt

Wer schon immer mal wissen wollte, wer über den Thor-Steinar-Internetversand bestellt, statt brav seinen „Kameraden“ Stefan Silar zu unterstützen, bekommt jetzt die Möglichkeit dazu.
Kurz vor Jahresende wurde der Internetversand der beliebten rechten Szenemarke „Thor Steinar“ sowie die Naziflirtplattform „Ma-Flirt“ gehackt.
Die kompletten Datensätze, darunter auch viele aus dieser Region, werden im Internet zur Verfügung gestellt.
Auch Übereinstimmungen mit Polizeidaten gab es reichlich.

Wir möchten allerdings darauf hinweisen, dass die BestellerInnen nicht alle politisch aktiv sind und die Datensätze daher differenziert ausgewertet werden sollten.

>> Link zum Indy-Artikel

Für die Links zu den Datensätzen checkt die Erweiterungen/Kommentare, da sie ständig aktualisiert werden.

NPD zieht Anmeldung zurück!!

Liebe Mitstreiter_innen,

jetzt ist es amtlich, die NPD hat ihre Anmeldung für einen Aufmarsch am 5.12. in Buchholz in der Nordheide zurück gezogen. Hintergrund für diese Entscheidung ist, dass am 5.12. in Buchholz nicht nur der Weihnachtsmarkt stattfindet, sondern auch eine größere Veranstaltung für Kinder. Die Stadt Buchholz hatte der NPD gegenüber deutlich gemacht, dass an diesem Tag kein Aufmarsch der NPD stattfinden könne, da die Sicherheit für die zu erwartenden vielen Kinder und Familien gefährdet sei. Ein mögliches Verbot des Naziaufmarsches wurde angekündigt. Daraufhin hat der NPD-Unterbezirksvorsitzende Manfred Börm angekündigt, auf einen Aufmarsch am 5.12. verzichten zu wollen und dafür im Januar oder Februar 2010 erneut eine Veranstaltung anzumelden. Für die NPD ist dies sicherlich auch eine willkommene Möglichkeit, sich so aus der Affäre zu ziehen. Zum einen hätte es für einen Aufmarsch am 5.12. keine große Unterstützung gegeben, da die Kameradschaftsszene aus Tostedt den Aufmarsch offensichtlich nicht mitgetragen hätte und zum anderen die örtlichen Nazistrukturen nicht unbedingt werbewirksam für die NPD wären.

Die von uns geplante Demonstration gegen den Naziaufmarsch werden wir nun nicht durchführen! In der nächsten Zeit werden wir uns an dem Versuch beteiligen, in Buchholz ein „Bündnis gegen Rechts“ aufzubauen. Dazu sind die ersten Schritte getan und im Frühjahr wird es erste Veranstaltungen geben. Sollte die NPD erneut etwas in Buchholz anmelden – was zu erwarten ist – werden wir entsprechend darauf reagieren. Infos werden dann bekannt gegeben.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns und den AK Antifaschismus Buchholz am 5.12. unterstützen wollten und die Mobilisierung mitgetragen haben. Terminhinweise auf den verschiedenen Internetseiten können gelöscht werden.

Für Rückfragen stehen wir zur Verfügung und bauen weiterhin auf Eure Unterstützung, sollte es im Frühjahr zu einem Naziaufmarsch in Buchholz kommen oder wenn wir uns gemeinsam den Nazistrukturen im Landkreis Harburg entgegenstellen werden.

Mit antifaschistischen Grüßen
Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen

www.nazis-aufhalten.de

Hurra, 1. Nazi-Fanpage!

Wir freuen uns über die erste Fanpage zu unserem Projekt Kraut Detection, denn anscheinend hat es die Neonazis da getroffen, wo es ihnen weh tut. Das bestätigt uns darin, auch weiterhin zu veröffentlichen, was sich die Neofaschisten in Tostedt und Umgebung leisten.

Mit dem Namen „Ost Hannover“ nimmt die Seite bereits im Namen direkten Bezug auf das 3. Reich und die NSDAP. Ost Hannover war einer der GAUs, in die das Deutsche Reich von der NSDAP aufgeteilt wurde. Sitz des GAUs war zunächst Buchholz, damit liegt auch Tostedt im Bereich dieser ehemaligen Verwaltungseinheit.
Auch antisemitische Hetze muss mensch nicht lange suchen, ein Blick auf den Titel der Seite genügt.

Zwar findet mensch weder Argumente noch Beweise, nicht einmal die versuchte Widerlegung der Vorkommnisse, die wir dokumentiert haben.
Lediglich in einem Beitrag, der hauptsächlich aus der unveränderten und unkommentierten Kopie unseres Beitrags „Was bisher geschah“ besteht, wurde der Versuch unternommen, unsere Inhalte zu karikieren.
Die Aussagen konnten anscheinend nicht negiert werden, also beschränken sich die Neonazis darauf, einfach einige Falschaussagen hinzuzufügen. Darunter befinden sich sowohl lustige als auch gewaltverherrlichende und makabere Inhalte.
Wir möchten hier nur 2 von vielen erfundenen Aussagen zitieren:

Wir möchten uns ganz besonders bei den Neonazis Christoph R. und Fabian R. bedanken, da sie sich als begeisterte Leser unseres Blogs zu erkennen geben. Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere fantasievolle Beiträge, über die wir uns hoffentlich genauso gut amüsieren können.

Also, liebe LeserInnen: Augen auf beim Keksekauf!

Wer wir sind. Was wir wollen.

Springerstiefel, Quarzsandhandschuhe, Teleskopschlagstöcke. Immer gefährlicher wird die Standardausrüstung eines modernen Neonazis, immer massiver wird eingeschüchtert, bedroht, zugeschlagen, immer hemmungsloser und ausgefeilter werden die Taktiken.
Die Opfer neonazistischer Gewalt werden oft verschwiegen oder herabgewürdigt, PolitikerInnen und AnwohnerInnen halten sich Ohren und Augen zu und linke AktivistInnen erfahren massive Repression seitens des Staates, während die Nazis ihre Strukturen festigen und weiter in die Mitte der Gesellschaft drängen.
Rechte Gewalt ist keine Randerscheinung. Fast täglich gibt es rassistisch oder nationalistisch motivierte Übergriffe, aber die Medien berichten erst dann ausführlich, wenn es einen Polizeipräsidenten betrifft oder „linksautonome Gewalttäter“ ihre Wut und Frustration durch Sachbeschädigung artikulieren.

Kraut Detection ist ein antifaschistisches Projekt. Wir machen uns zur Aufgabe, über die Naziszene zu informieren und jede Art von rechter Gewalt aufzuzeigen, um den Opfern unsere Solidarität auszusprechen und die Übergriffe nicht in derselben Dunkelheit zu lassen, in deren Schutz sie verübt wurden.
Gewalt kann sich auf viele Arten zeigen. Physisch oder psychisch, direkt oder indirekt, durch Worte, Schläge, Blicke. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder objektive Berichterstattung, denn das sollte eigentlich die Aufgabe der offiziellen Medien sein.

Dabei beschränken wir uns aufgrund unserer begrenzten Kapazitäten auf die Berichterstattung in der nordwestlichen Lüneburger Heide, also den Raum um Buchholz, Tostedt und Sittensen.
Unsere Solidarität hingegen kennt keine geographischen Grenzen.

Kraut Detection ist ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer freien, emanzipatorischen Gesellschaft.