Archiv der Kategorie 'Übergriffe'

„In der Gruppe sind sie stark“

Trotz zahlreicher Repressionsversuche seitens der Bullerei kommt Tostedt nicht zur Ruhe. Besonders was Einschüchterungsversuche gegenüber alternativen Jugendlichen angeht, ist der „NW Tostedt“ wieder mal ganz vorne mit dabei. Ihre vermeintliche Macht demonstrieren die Neonazis verstärkt dadurch, dass sie wesentlich jüngere und zahlenmäßig unterlegene Jugendliche psychisch unter Druck setzen wollen.

So kam es Ende Juli am hellichten Tag zu einem Übergriff in der Tostedter Innenstadt auf einen Antifaschisten, der in den letzten Monaten wiederholt Drohungen ausgesetzt war. In der Bahnhofstraße begegnete er zwei bekannten Neonazis aus dem Umfeld von „Gladiator Germania“, die ihn sofort attackierten. Die kräftig gebauten Neonazis schlugen dem Antifaschisten mehrfach mit der Faust ins Gesicht, brachten ihn zu Boden und traten noch einige Male auf die am Boden liegende Person ein. Außerdem zerstörten sie durch gezielte Tritte das mitgeführte Fahrrad. Nach diesem überraschenden Übergriff verschwanden die Täter ohne jede Hast in Richtung Innenstadt.

Auch die Discothek „Padam Riepe“ diente den Tostedter Neonazis wieder einmal als Ort zum Feiern, zum Provozieren und als geeigneter Ort, um alternative Jugendliche durch Drohungen und körperliche Übergriffe einzuschüchtern. Ursprünglich galt die Disco als Treffpunkt für linksalternative Personen, auch Antifa-Plakate hingen an den Wänden. Eigenhändig verwies der Besitzer Neonazis unsaft seiner Discothek. Doch diese Zustände haben sich seit den 90er Jahren rapide geändert.
Vielen Jugendlichen bleibt besonders die starke Neonazipräsenz in der Diskothek in Erinnerung. Nicht selten posieren einheitlich im „Gladiator Germania“-Shirt oder mit anderen offensichtlichen Kleidungsstücken gekleidete Neonazis mit einer Gruppenstärke bis zu 20 Personen am Rande der Tanzfläche oder spielen sich als Security auf. Neben den Neonazis tummelt sich im „Padam“ auch das rechtsoffene Umfeld der Neonazis. Gemeinsam mit den Neonazis beteiligen sich deren Sympathisant_innen an Angriffen und Hetzjagden, unter anderem auf zwei Journalisten, die kritisch über die Neonaziszene berichten. Nicht selten enden diese versuchten Übergriffe in Massenschlägereien.
Linksalternative Jugendliche trauen sich oft nicht mehr nach Riepe, oder sie werden während ihrer Anwesenheit in der Disco daran erinnert, warum das „Padam“ als Nazischuppen verschrien ist. Auch vor einigen Wochen ereignete sich wieder ein versuchter Angriff auf eine Gruppe Jugendlicher auf dem Parkplatz vor der Disco, wo sich zu diesem Zeitpunkt etwa 15 Neonazis befanden. Nach einer kurzen Rangelei mit einem alternativen Jugendlichen gingen Mitglieder des „NW Tostedt“ auf zwei Freundinnen los, die sich in der Nähe befanden. Eine Person wurde brutal zu Boden geschubst und bedroht, da sie von den Neonazis ebenfalls als links identifiziert wurde, und auch ihrer Freundin wurde Gewalt angedroht. Die Cops, die daraufhin gerufen wurden, beendeten die Auseinandersetzung an diesem Abend fürs erste, die Bedrohungen setzten sich an den folgenden Tagen allerdings fort.

Auch während des Heideblütenfestes am 27.8. kam es zu heftigen Drohungen gegen einen antifaschistischen Jugendlichen. Anscheinend wollen die Tostedter Neonazis jetzt auch in Holm-Seppensen, einem Nachbarort von Buchholz, bestimmen, wer bleiben darf und wer ihnen nicht in den Kram passt.
Während eines kurzen Streitgespräches formierten sich etwa 10 weitere Neonazis um die diskutierenden Personen und drohten dem Jugenlichen körperliche Gewalt an, woraufhin er das Fest verließ, bevor es zu einem Übergriff kommen konnte. Am nächsten Tag traf er auf einer privaten Feier in einem Nachbarort von Tostedt eine der Personen wieder, die ihn am Vortag bedroht hatten, und dieser setzte die Einschüchterungsversuche fort.
Die Neonazis machten ihm klar, sie wüssten sowohl seine Adresse als auch seine Handynummer und er solle sich in Zukunft auf Angriffe vorbereiten.

Video: Naziaktivitäten in Tostedt

Internetfund:

Vielen Dank an die GenossInnen, die dieses Video erstellt haben!
<3
Vielen Dank für eure Solidarität!

Schwerer Übergriff in Hollenstedt

Am 24.4.2010 erreichte die Gewaltbereitschaft der Tostedter Neonazis einen weiteren Höhepunkt, als zwei Bewaffnete in das Haus eines antifaschistischen Jugendlichen eindrangen und ihn und seine Freunde zum Teil schwer verletzten.
[…]
Im Polizeibericht wird der Übergriff mit einem offensichtlich neonazistischen Hintergrund zu einem persönlichen Streit, der seit „geraumer Zeit“ existierte, herunter gespielt und damit die Tatsache verleugnet, dass Neonazis in und um Tostedt gezielt und brutal politische Gegner_innen auszuschalten versuchen.

>> zum kompletten Artikel

Gedenken an Gustav Schneeclaus

Seit der Wende 1990 sind 149 Menschen Todesopfer neonazistischer Gewalt geworden. Der 18. März 1992 wurde dem Kapitän Gustav Schneeclaus zum Verhängnis. Er wurde am Buxtehuder Busbahnhof von Neonazis zusammen geschlagen und erlag vier Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Einer der beiden Täter, Stefan Silar, spielt heute eine führende Rolle in der Kameradschaftsszene um Tostedt/Wistedt und Umgebung.

>> Zum indymedia-Artikel
>> Antifaschistischer Arbeitskreis Gedenken an Gustav Schneeclaus

Naziaktivitäten am Wochenende

Freitag
Das erste mal seit Jahren erlaubt die Stadtverwaltung einen Bandabend im Buchholzer Jugendzentrum, und prompt steht die Neonaziszene auf der Matte.
Auf der Suche nach neuen Opfern für ihre Gewalttaten patroullierten mehrere Neonazis samt Autos durch die Buchholzer Innenstadt, zeitweilig sammelten sie sich sogar auf dem City-Center-Parkplatz in beinahe unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort.
Die ganze Zeit über hielten sie telefonisch Kontakt zu einem bekannten Anti-Antifa-Aktivisten aus Tostedt, der während des gesamten Konzertes geduldet wurde, obwohl die VeranstalterInnen ausdrücklich auf seinen politischen Hintergrund aufmerksam gemacht wurden. Auch viele alternative Jugendliche gingen freundschaftlich mit ihm um, weil sie ihn nur aus seiner linken Vergangenheit kannten und seinen „Umstieg“ trotz mehrmaliger öffentlicher Thematisierung bisher nicht wahrhaben wollten.
Mit einer kleinen Digitalkamera fotografierte er gezielt ihm bekannte Personen ab und versuchte bereits gegen 21 Uhr unentdeckt über die unbeleuchteten Grünflächen des Rathausparks in Richtung der übrigen Neonazis zu verschwinden. Allerdings misslang sein Vorhaben. In einer direkten Auseinandersetzung wurde er dazu genötigt, sämtliche Fotos von seiner Speicherkarte zu löschen und ihm wurde verdeutlicht, dass er auf keiner öffentlichen Veranstaltung mehr erwünscht ist, schon gar nicht auf einem alternativ angehauchten Indie/Punk-Konzert.
Im Laufe des Abends kam es in der Nähe des Bahnhofs außerdem zu einem brutalen Übergriff auf einen bekannten Antifaschisten, der in der Vergangenheit schon öfter gezielten Einschüchterungsversuchen ausgesetzt und mehrmals direkt angegriffen wurde.
Er befand sich allein auf dem Weg in die Innenstadt, als er mit einem stumpfen Gegenstand von hinten niedergeschlagen wurde. Als er am Boden lag, traten die drei TäterInnen auf ihn ein. Sie stammen nicht aus der näheren Umgebung und flohen mit dem Auto.

Samstag
In der darauf folgenden Nacht fiel wieder einmal das bekannte Familienhaus in Wistedt/Tostedt den Gewaltexzessen der Neonazis zum Opfer. Mit roher Gewalt wurden eine Scheibe und eine Glastür zerstört, nachdem bereits Anfang November die Wohnzimmerscheibe zu Bruch ging (hier geht es zum Bericht… für diejenigen, die den ersten Link nicht geahnt haben). Damit gehen die gezielten Einschüchterungen weiter, obwohl bereits die letzten Angriffe in den Medien umfangreich thematisiert wurden. Weder die negative Öffentlichkeitswirkung noch die versuchte Intervention der staatlichen Repressionsorgane (Hausdurchsuchungen bei einigen AnhängerInnen der Nachwuchs-Neonaziszene) hinderten die gewaltbereiten NeofaschistInnen an ihrem Handeln.
Auch der restliche Ort Tostedt blieb von Neonaziaktivitäten nicht verschont. Auf einer privaten Geburtstagsfeier kam es während und nach der Feier zu zwei gewaltsamen Übergriffen auf eingeladene Gäste, nachdem eine Gruppe von etwa 15 NeonazistInnen Konfliktsituationen provozierte.

Angriff auf Polizei-Station

Nachdem am 3.11. in Wistedt/Tostedt drei Neonazis die Scheibe eines Mehrfamilienhauses mit einem Stein eingeworfen hatten (http://de.indymedia.org/2009/11/264850.shtml), griffen die Täter gleich im Anschluss die Polizei-Station in Tostedt an, ebenfalls mit Steinen bewaffnet.

Auch hier konnten die Drei vorerst unerkannt entkommen. Aber ein Streifenwagen der staatlichen Repressionsorgane kontrollierte auf einen bloßen Verdacht hin zufällig das Fluchtfahrzeug, hierbei wurden Sprühschablonen und „eindeutige Kleidung“ beschlagnahmt. Vor Ort konnte allerdings nur einer der Täter festgenommen werden, da sich der Fahrer als einziger noch im Wagen befand. Allerdings gestand er direkt die ihm zur Last gelegten Verbrechen und nannte die Namen seiner Mittäter. Nach seinen Angaben handelt es sich bei den Tätern um die drei Neonazis Marcel K., Jannik F. und Mattes W. Mattes ist festes Mitglied der Kameradschaft „Gladiator Germania“ und den „Freien Nationalisten Tostedt“. Er ist bereits mehrfach wegen Körperverletzungen aufgefallen und tritt regelmäßig auf neonazistischen Aufmärschen in Erscheinung, zuletzt in Bad Nenndorf 2009. Seit einiger Zeit probiert er, Nachwuchs für die Neonazi-Szene zu rekrutieren. So schleppte er zum Beispiel auf den Aufmarsch in Bad Nenndorf zwei 13- und 14-Jährige aus dem Raum Hollenstedt/Moisburg mit, um sie mit dem menschenverachtenden Weltbild der Neonazis in Kontakt zu bringen.

Dass die Gruppe um Mattes W. sogar eine Bullenwache angegriffen hat, zeigt einmal mehr, wie selbstsicher die Neonazis in Tostedt agieren und wie wenig sie sich für die Konsequenzen ihres Handelns interessieren. Diese Tat reiht sich in eine ganze Liste solcher „naiven“ Gewaltorgien ein, die dadurch für linke Jugendliche leider nicht minder gefährlich werden (siehe auch „Was bisher geschah“). Für die Neonazis aus Tostedt ist der militante Gewaltaktionismus ein wichtiger Bestandteil ihrer Identität. Durch die Teilnahme an diesen Aktionen werden Nachwuchsnazis fest in die neofaschistischen Zusammenhänge integriert.

Die Lokalzeitung „Nordheide Wochenblatt“ berichtet über die Ereignisse des 3.11. wie folgt (Link zum ganzen Artikel):

Gezielte Einschüchterungen

Der Stein, der am frühen Dienstagabend die Scheibe des Mehrfamilienhauses in Wistedt/Tostedt durchbrach, verfehlte nur knapp ein Familienmitglied des Jugendlichen, dem der Angriff eigentlich galt.
Es war nicht einmal zehn Uhr abends, überall brannte noch Licht und die Wohnsiedlung ist von überallher gut einzusehen. Diese Gegebenheiten hielten die gewaltbereiten NeofaschistInnen dennoch nicht davon ab, ihr Auto noch in der gleichen Straße zu parken, in der sich auch ihr „Zielobjekt“ befand, auszusteigen, geräuschvoll die Scheiben einzuwerfen, wieder einzusteigen und durch die komplette Wohnsiedlung zurückzufahren. Es wäre verwunderlich gewesen, hätte sie bei der Tat niemand beobachtet.
Da sich zu der Tatzeit Menschen im betroffenen Raum aufhielten, nahmen die Täter bewusst ein hohes Verletzungsrisiko in Kauf.

Wistedt ist ein kleiner Ortsteil von Tostedt mit nur etwa 1700 Einwohnern, in dem (selbst für Tostedter Verhältnisse) auffallend viele aktive Neonazis wohnen und in dem sich darum auch viele Naziaktivitäten konzentrieren.
Die gestrige Tat reiht sich in eine ganze Serie von Bedrohungen und Einschüchterungsversuchen gegen die wenigen linken Jugendlichen aus Wistedt, die sich trauen, den Nazis Paroli zu bieten.

Erst Anfang des Jahres gingen bei einem anderen alternativen Jugendlichen aus Wistedt mehrere Fensterscheiben zu Bruch, weil er sich mit einem „offenen Brief“ gegen den Naziladen „Streetwear Tostedt“ an die PolitikerInnen wandte. Die Situation war ähnlich – die Familie befand sich zur Tatzeit im Haus, die Täter konnten fliehen und die Politiker wuschen mit sinnlosen Alibi-Ankündigungen ihr Gewissen rein, während der Polizeipräsident das Problem dreist herunterspielte („Tostedt ist bunt – und braun ist auch eine Farbe“). Ein Großteil der Tostedter Bevölkerung stört sich dabei weder an der menschenverachtenden Ideologie noch an den latenten Gewaltexzessen der neonazistischen Szene.

In diesem Zusammenhang patroullieren gewaltbereite NeofaschistInnen regelmäßig in Autokolonnen durch den kleinen Ort Wistedt, auf der Suche nach Konfrontation mit politischen Gegnern. Dabei legen sie einen besonderen Fokus auf das angegriffene Familienhaus, da in der näheren Umgebung linke Jugendliche wiederholt angetroffen und angegriffen wurden.
Es begann damit, dass bei einer kleinen Feier die draußen stehenden Gäste gewaltsam angegriffen wurden, wobei die Nazis nicht zwischen AntifaschistInnen und deren Freunden und Familien differenzierten. Regelmäßige „Kontrollbesuche“ bei Feiern wurden daraufhin zum Standard. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen, teilweise waren die Nazis mit Messern, Schlägern und Gaspistolen ausgestattet. Werden alternative Jugendliche auf der Straße angetroffen, müssen sie mit physischer und psychischer Gewalt in Form von Drohungen und Handgreiflichkeiten rechnen.
Desweiteren wurden vor einigen Monaten die bekannten Neonazis Kjell R. und Alexander Emilio W. von der Polizei dabei aufgegriffen, wie sie vermummt und mit Steinen bewaffnet um das bereits erwähnte Familienhaus herumschlichen.
Anscheinend wurde die versuchte Tat jetzt zu Ende gebracht.

Rassistischer Überfall in Zeven

Am Nachmittag des 14. Oktobers kam es im niedersächsischen Zeven zu einem rassistischen Überfall auf einen Migranten asiatischer Abstammung. Auf dem Parkplatz, hinter dem Hotel „Paulsen“, ereignete sich der Übergriff.

Der Jugendliche wurde von zwei Neonazis angepöbelt und übel beschimpft, mit rassistischen Aussagen wie „Reisfresser“, „scheiss Schlitzauge“, etc…! Die beiden Täter sind anhand ihrer Kleidung eindeutig der neofaschistischen Szene um Tostedt zuzuordnen. Sie probierten ihr Opfer dazu zu nötigen seine Wertsachen wegzugeben. Als dieser sich weigerte, schlugen sie mehrfach auf ihn ein bis er zu Boden ging. Doch auch dann ließen sie nicht von ihm ab, sie traten weiter auf den Jugendlichen ein. Erst nach einer ganzen Weile entfernten sie sich vom Ort des Geschehens und ließen den Jugendlichen einfach so liegen. Der Jugendliche musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und war dort bis Montag in ambulanter Behandlung.

Leider ist eine Zunahme solch menschenverachtenden Übergriffe in der Region Zeven, Sittensen, Buchholz, Tostedt und Umgebung zu beobachten.

Neonaziangriffe in Delmenhorst

Montag, 12.10.2009 – 30 Neonazis attackieren Jugendtreff:Gegen 16:30 Uhr sammelten sich zunächst 10 vermummte und teils bewaffnete Neonazis vor einem Jugendtreff und versuchten alternative Jugendliche mittels mehrerer Kameras zwecks sog. „Anti-Antifa-Arbeit“ zu fotografieren.

Nachdem die Neonazis sich zurückgezogen hatten, gelangte eine zuvor alamierte Polizeistreife an die Einrichtung. Jedoch behaupteten die Beamten, es liege kein ernstzunehmendes Gefahrenpotential vor – und beendeten den Einsatz.

Rund 20 Minuten später sammelten sich erneut Neonazis vor dem Jugendtreff, diese – mittlerweile auf 30 Personen angewachsene – Gruppe versuchte anschließend vermummt, bewaffnet mit abgebrochenen Flaschen, Reizgas, Teleskopschlagstöcken, Quarzsandhandschuhen sowie weiteren Gegenständen die Einrichtung anzugreifen.

>> Zum kompletten Artikel
>> Blog der Antifa Delmenhorst

Auch Neonazis aus Tostedt waren beteiligt, darunter Fabian R. und Emilio W.

GG goes Zeven again

Dass Nazis von Kneipen magisch angezogen werden, ist eine Tatsache, ebenso, dass die „Gladiatoren“ gerne auf Veranstaltungen erscheinen und Menschen angreifen, deren Einstellung ihnen nicht passt. Diese Dinge in Kombination wurden vier alternativen Jugendlichen am Abend des 3. Oktober zum Verhängnis.
Während der „Kneipennnacht“ in Zeven vergnügte sich die kleine Gruppe zusammen mit anderen feierlustigen Menschen. Als die Jugendlichen dann beschlossen, kurz vor die Tür zu gehen, trafen sie auf etwa 10 Neonazis, die durch ihre „Gladiator Germania“-Shirts eindeutig zu erkennen waren. Ihre Gewaltbereitschaft stellten sie an diesem Abend ein weiteres mal unter Beweis, indem sie die vier jungen Menschen augenblicklich angriffen.
Auslöser des brutalen Übergriffs war lediglich ein T-Shirt, mit dem sich der Träger offen gegen die menschenverachtende Ideologie der Nazis bekennt. Anscheinend war das für die Nazis genug, um den Opfern mitten auf dieser Veranstaltung und inmitten von Menschen mehrere Verletzungen zuzufügen, darunter einen Nasenbruch.
Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Dorfbewohner die Präsenz der Neonazis und ihr aggressives Verhalten akzeptieren. Denn im mehr als 20km entfernten Zeven werden die Tostedter Neonazis regelmäßig auf Feiern gesehen.