Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Antifa Kundgebung mit LKW-Konzert

Am 10. September 2011 findet im niedersächsischen Dorf Tostedt eine antifaschistische Kundgebung mit LKW-Konzert statt. Unter dem Motto „Love Music, Hate Fascism – Für eine antifaschistische Jugendkultur!“ hat die Kampagne Landfriedensbruch diese erneute Antifa-Aktion in Tostedt organisiert.
Mehrere Bands wollen gemeinsam mit Antifas den Ort rocken und örtliche Antifa-Strukturen stärken.

Tostedt? Dazu fällt einem zumeist erst der Naziterror im Örtchen in der Nordheide ein. Seit Jahren ist in Tostedt eine aktive und gewalttätige Neonaziszene etabliert. Durch unzählige Übergriffe auf alle Menschen, die sie als Gegner_innen ausgemacht haben, versuchen die örtlichen Nazis eine rechte Hegemonie in Tostedt herzustellen. Das rechte Problem wurde dort zumeist totgeschwiegen oder verharmlost. In den 1990er Jahren wurden die Nazis sogar durch ein Streetworkprojekt gefördert, während gleichzeitig antifaschistische Initiativen kriminalisiert wurden.

Bis heute hält der niedersächsische Inlandsgeheimdienst, der sog. „Verfassungsschutz“ und das Landeskriminalamt seine schützenden Hände über die Nazis. Nur wenn es zu öffentlichen Protesten oder einer überregionalen medialen Resonaz kommt, gehen auch die Behörden gegen die Nazischläger vor. Dreh- und Angelpunkt der extrem rechten Szene in Tostedt ist das Ladengeschäft „Streetwear Tostedt“. Betrieben wird dieser Laden vom Naziaktivisten und verurteilten Totschläger Stefan Silar. Dieser ist nicht nur Anführer der regionalen Szene, sondern gehört auch dem Führungskreis der norddeutschen Naziszene an und organisiert regelmäßig RechtsRockkonzerte.
Für nicht-rechte und antifaschistische Jugendliche war Tostedt über Jahre fast eine NoGo-Area. Wer sich dort gegen Rechtss engagierte, musste mit Übergriffen rechnen. Eingeschlagene Fensterscheiben, beschädigte Autos, Bedrohungen auf offener Straße und Überfälle waren die Antworten der Nazis.
Im Oktober letzten Jahres haben sich verschiedene antifaschistische Gruppen aus Niedersachsen und Hamburg zur Kampagne Landfriedensbruch zusammengeschlossen, um die Tostedter Verhältnisse zu verändern, den Naziterror zu stoppen und antifaschistische Initiativen vor Ort wieder aufzubauen und zu stärken. Offensiv soll sich den Nazis dort entgegengestellt werden. So fanden u.a. Flugblattaktionen, Infoveranstaltungen, Kundgebungen und eine Demonstration statt. Mittlerweile konnten die Aktivitäten und Übergriffe der Nazis eingeschränkt werden.

Um auch weiterhin den Nazis in Tostedt auf die Füße zu treten und gleichzeitig eine antifaschistische Jugendkultur zu stärken, findet am 10. September 2011 eine antifaschistische Kundgebung mit Konzert statt.

Um die Situation in Tostedt nachhaltig zu verändern und die Neonazis zurückzudrängen, ist ein langer Atem und kontinuierliches antifaschistisches Engagement erforderlich.
Die Kundgebung mit Konzert richtet sich zum einen gegen nationalistische, rassistische und sexistische Denkweisen und zum anderen soll Jugendlichen eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und auszutauschen. Auf Wunsch Tostedter Jugendlicher findet die Veranstaltung am 10. September 2011 statt, um ihnen einen Raum ohne Nazis zu schaffen und sie in ihrem Engagement vor Ort zu unterstützen. Erklärtes Ziel der Kampagne Landfriedensbruch ist es, mit unterschiedlichen Aktionen Aufklärung zu leisten und zu antifaschistischem Handeln gegen Neonazis in Tostedt und anderswo zu motivieren.

Landfriedensbruch.tk

Vortrag über Tostedter Verhältnisse in Buxtehude

In antifaschistischen Kreisen ist es hinlänglich bekannt, dass in Tostedt unerträgliche Verhältnisse herrschen. Jede_r die/der sich in dem Ort gegen Naziaktivitäten engagiert, wird selbst zum Ziel gewalttätiger Attacken.
In der Presse wird das Thema verharmlost, Opfer zu Tätern gemacht, und die angeblichen Erfolge der Polizei zum Anlass genommen, die Menschen in Sicherheit zu wiegen. Um eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, werden Aktivisten aus Lüneburg und Tostedt einen Vortrag halten mit dem Titel: „Was ist los in Tostedt? Infoveranstaltung zu den Naziaktivitäten und Strukturen in Tostedt, wie diese sich dort etablieren konnten und was dagegen getan werden kann.“

Datum: 26.01.11 ab 19:00

Achtung! Der Veranstaltungsort wurde geändert. Jetzt:
Ort: Opiz in Buxtehude (An der Rennbahn 9a)

Ankündigung der Antifa Buxtehude

Vortrag im Antifa-Cafè Hamburg

Freitag 01.10. – geöffnet ab 19:00, Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr
Hafen-VoKü, Hafenstrasse 116, 20359 Hamburg
Der Tofu-Club bietet Hot-Dogs an.

AntifaschistInnen aus Tostedt sind zu Gast und berichten über die aktuelle Situation in ihrer Stadt. Der kleine Ort in Niedersachsen ist dieses Jahr aufgrund von gewalttätigen Übergriffen von Nazis auf linke Jugendliche vermehrt in die Schlagzeilen geraten. Der Großteil dieser Übergriffe findet allerdings im Verborgenen statt und schafft es weder in die Öffentlichkeit noch finden sie sich in den offiziellen Statistiken rechter Gewalttaten.
Es ist mehrheitlich die Rede von Rivalitäten unter Jugendlichen; ein politischer Hintergrund wird geleugnet. Dabei wird jedoch nicht nur die aktuelle Situation falsch dargestellt, sondern auch übersehen, dass es sich bei der Neonaziszene in Tostedt um eine seit mehreren Jahren gewachsene Struktur handelt, die sich erst durch aktive Unterstützung von staatlicher Seite in diesem Maße etablieren konnte.
Mit der Veranstaltung möchten wir eine Gegenöffentlichkeit schaffen. Der Zustand der Verharmlosung ist nicht länger hinnehmbar.

>> Antifa-Cafè Hamburg

3.4.10 – NPD-Kundgebung in Buchholz

Für den 3. April 2010 ruft die neofaschistische NPD zu einer Kundgebung im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide auf. Unter dem rassistischen Motto „Kriminelle Ausländer ausweisen“ hat der Unterbezirk Lüneburg der niedersächsischen NPD diese Veranstaltung angemeldet. Dies gilt es gemeinsam zu verhindern!
[…]
Die Nazikundgebung sollte eigentlich schon am 5. Dezember 2009 in Buchholz stattfinden. Aus organisatorischem Unvermögen und weil die NPD übersehen hatte, das an diesem Tag ein größeres Kinderfest stattfand, hatte Manfred Börm damals seine Anmeldung wieder zurückgezogen. Nun will er es erneut versuchen.

>> Vollständiger Aufruf, Hintergründe, Material, …

Die Kundgebung sollte zunächst in der Adolfstraße, also mitten in der Innenstadt und in unmittelbarer Nähe zum Wochenmarkt stattfinden. Die NPD erklärte sich in einem Gespräch mit der Stadt allerdings dazu bereit, die Kundgebung nun auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden zu lassen, der auf zwei Seiten von Bahngleisen abgeschnitten wird.

* ab 12:00 Uhr: Rathausplatz – Bündnisveranstaltung
* ab 13:30 Uhr: Bahnhofsvorplatz – Kreativ und laut sein. Die Kundgebung stören. Wir sind lauter!

Gedenkveranstaltung blieb friedlich

Im Vorfeld der offziellen Gedankveranstaltung an den Mord von Gustav Schneeclaus am 18.3.2010 durch Stefan S. und Stephan K. gab es verstärkt Drohungen und Einschüchterungsversuche von Neonazis aus dem Raum Tostedt.
Doch trotz dieser Ankündigungen blieb es erfreulicherweise friedlich.

Einige Naziautos, darunter der Wagen von Kjell R., wurden am Abend des 18.3. mehrfach in Buxtehude gesichtet. Die beeindruckende Präsenz der Antifastrukturen hielt die Neonazis aber davon ab, die Veranstaltung zu stören, da sie sowohl zahlenmäßig als auch körperlich deutlich unterlegen waren und sich nicht trauten, ihre Autos zu verlassen.

Vielen Dank an alle Menschen, die die Veranstaltungen besucht, unterstützt und geschützt haben.
Vielen Dank an den AK Schneeclaus und die Kreisvereinigung VVN-BdA Stade, die das Gedenken an den Mord von Gustav Schneeclaus lebendig halten.

>> Arbeitskreis Gedenken an Gustav Schneeclaus
mit sehr vielen Hintergrundinformationen (Berichte, Zeitungsartikel, …)

>> Bericht zur offiziellen Gedenkveranstaltung
in Buxtehude am frühen Abend

>> Bericht zu dezentralen Gedenkaktionen
im Raum Buchholz/Tostedt am späten Abend

Gerichtsprozess in Wildeshausen

»Solidarität ist unsere Waffe« stand auf dem weinroten Transparent, das am Mittwoch, 13. Januar 2010, von Neonazist_innen vor dem Amtsgericht Wildeshausen bei einer von »Jungen Nationaldemokraten« (JN) angemeldeten Mahnwache getragen wurde. Neben einem Herzen zeigte das Transparent eine zerbrochene Kette sowie einen Molotowcocktail und entsprach mit diesen beiden letzten Symbolen wohl eher dem Auftreten der „Autonomem Nationalisten“, zu denen sich, neben dem Angeklagte selbst, ein Teil der dort versammelten Demonstrant_innen zurechnen lässt. Angeklagt wegen Körperverletzung und Nötigung war Mario Müller aus Harpstedt, langjähriges Führungsmitglied der sogenannten »Aktionsgruppe Delmenhorst« und mittlerweile auch in Zusammenhängen der NPD Jugendorganisation, den »Jungen Nationaldemokraten« (JN) anzutreffen.
[…]
Darunter befanden sich unter anderem die Neonaziaktivisten Fabian Rath und Werner Emilio Alexander Wagner, welche als umtriebige Elemente innerhalb der jugendlichen Tostedter Neonaziszene gelten. Der »Nationale Widerstand Tostedt« welche dem Spektrum der »Autonomen Nationalisten« zugerechnet werden können agieren in Tostedt im Umfeld der Gruppierung »Gladiator Germania« sowie dem »Streetwear Tostedt«, einem Ladengeschäft des langjährigen Neonaziaktivisten Stefan Silar in Todglüsing. Auch die Neonazisten Marcel Hesse und Jonathan von Seggern aus Delmenhorst nahmen an der Mahnwache teil. Marcel Hesse, gegen im September 2009 selbst ein Prozess wegen Körperverletzung stattfand, trat während des Bundestagswahlkampfs an den Informations- und Propagandaständen der JN und der NPD auf, während Jonathan von Seggern bisher nicht bei parteigebundenen Veranstaltungen zu sehen war, jedoch regelmäßig an Demonstrationen der »Freien Kräfte« teilnahm.

>> Zum kompletten Recherche-Nord-Artikel
>> Zum Artikel der Antifa Delmenhorst

Auf unserer Unterseite Veranstaltungen findet ihr einige interessante Fotos zum Geschehen.

Unterseite „Veranstaltungen“ mit Fotogallerie

Auf Krautdetection gibt es die neue Unterseite Veranstaltungen.

Dort gibt es:
1. eine Liste der öffentlichen Veranstaltungen, auf denen lokale Neonazis anwesend waren
2. eine Bildergallerie mit interessanten Fotos, die bereits im Internet veröffentlicht wurden

Falls es Erinnerungslücken bei uns gibt, freuen wir uns über einen Hinweis an unsere E-Mailadresse ;)

Auch Jungnazis altern jährlich

Die bekannte Neonaziaktivistin Ann-Kathrin M., die regelmäßig auf öffentlichen Veranstaltungen und Aufmärschen in Erscheinung tritt, feiert am 19.12.09 zusammen mit einer Freundin ihren Geburtstag. Stattfinden soll die Feier in einer privaten Scheune in Vaerloh, einem kleinen Dorf zwischen Tostedt, Heidenau und Sittensen.
Eingeladen sind neben unpolitischen bzw. rechtsoffenen Jugendlichen aus dem Freundeskreis auch fast alle Neonazis aus Tostedt und der näheren Umgebung, aber auch auswärtige Gruppen sollen erscheinen. Unter anderem handelt es sich um die AG Delmenhorst, eine gut organisierte Gruppierung, die nicht nur den aktuellen JN-Vorsitzenden stellt, sondern auch überregional für ihre Gewaltbereitschaft bekannt ist (mehr Informationen gibt es auf dem Blog der Antifa Delmenhorst).
Obwohl es sich um eine großangelegte Feier mit vielen Gästen handelt, wurde seitens der Neofaschistinnen Ann-Kathrin M. und ihrer Freundin probiert, den Veranstaltungsort vor „unerwünschten“ Besuchern geheim zu halten. Mögliche „Störer“ wurden sogar persönlich darauf hingewiesen, dass sie an jenem Abend ausdrücklich nicht erwünscht sind.

Bereits Ende November gab es in Königsmoor ein groß angelegtes Rechtsrockkonzert mit Bands wie Path of Resistance oder Alte Schule anlässlich des Geburtstages von Stefan S. und dem etwa zeitgleichen Jubiläum seines Naziladens „Streetwear Tostedt“. Ann-Kathrin M.s Geburtstag hat zwar an sich keinen politischen Anspruch, trotzdem hat er eine große Bedeutung für die regionalen Strukturen. Einmal bietet sie Nachwuchsnazis und Neueinsteigern die Möglichkeit, sich mit aktiven Neonazis überregional zu vernetzen, auf der anderen Seite geht von den Gästen ein hohes Gewaltpotential aus, sodass die gesamte Region um Vaerloh für eine Nacht praktisch einer „Nationalbefreiten Zone“ ähnelt.

Am selben Abend findet auf dem Hof Nahtz in Eschede die traditionelle „Wintersonnwendfeier“ statt, die jährlich von den großen Kadern der norddeutschen Neonaziszene veranstaltet und besucht wird. Sowohl bei der Winter- als auch der Sommersonnwendfeier sind immer auch Neonazis aus Tostedt/Buchholz und Umgebung vertreten. Vermutlich besuchen die jungen Nazis erst die Wintersonnwendfeier auf dem abgelegenen Bauernhof in Eschede, um im Anschluss auf den Geburtstag in Vaerloh zu fahren, während die älteren Nazikader bis in die Nacht ums Lagerfeuer tanzen und Met trinken.
In Eschede findet vormittags eine angemeldete antifaschistische Demonstration gegen die Wintersonnwendfeier sowie die zahlreichen anderen Veranstaltungen auf dem Hof Nahtz statt. Die Bullen sind schon seit Jahren sehr darum bemüht, diese Gegenaktivitäten auf das Minimum zu reduzieren, umso wichtiger ist die rege Teilnahme von unserer Seite -> nazis-aufhalten.de.


„Scheiße, Anni hat ja nächstes Jahr Geburtstag!“

Naziaktivitäten am Wochenende

Freitag
Das erste mal seit Jahren erlaubt die Stadtverwaltung einen Bandabend im Buchholzer Jugendzentrum, und prompt steht die Neonaziszene auf der Matte.
Auf der Suche nach neuen Opfern für ihre Gewalttaten patroullierten mehrere Neonazis samt Autos durch die Buchholzer Innenstadt, zeitweilig sammelten sie sich sogar auf dem City-Center-Parkplatz in beinahe unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort.
Die ganze Zeit über hielten sie telefonisch Kontakt zu einem bekannten Anti-Antifa-Aktivisten aus Tostedt, der während des gesamten Konzertes geduldet wurde, obwohl die VeranstalterInnen ausdrücklich auf seinen politischen Hintergrund aufmerksam gemacht wurden. Auch viele alternative Jugendliche gingen freundschaftlich mit ihm um, weil sie ihn nur aus seiner linken Vergangenheit kannten und seinen „Umstieg“ trotz mehrmaliger öffentlicher Thematisierung bisher nicht wahrhaben wollten.
Mit einer kleinen Digitalkamera fotografierte er gezielt ihm bekannte Personen ab und versuchte bereits gegen 21 Uhr unentdeckt über die unbeleuchteten Grünflächen des Rathausparks in Richtung der übrigen Neonazis zu verschwinden. Allerdings misslang sein Vorhaben. In einer direkten Auseinandersetzung wurde er dazu genötigt, sämtliche Fotos von seiner Speicherkarte zu löschen und ihm wurde verdeutlicht, dass er auf keiner öffentlichen Veranstaltung mehr erwünscht ist, schon gar nicht auf einem alternativ angehauchten Indie/Punk-Konzert.
Im Laufe des Abends kam es in der Nähe des Bahnhofs außerdem zu einem brutalen Übergriff auf einen bekannten Antifaschisten, der in der Vergangenheit schon öfter gezielten Einschüchterungsversuchen ausgesetzt und mehrmals direkt angegriffen wurde.
Er befand sich allein auf dem Weg in die Innenstadt, als er mit einem stumpfen Gegenstand von hinten niedergeschlagen wurde. Als er am Boden lag, traten die drei TäterInnen auf ihn ein. Sie stammen nicht aus der näheren Umgebung und flohen mit dem Auto.

Samstag
In der darauf folgenden Nacht fiel wieder einmal das bekannte Familienhaus in Wistedt/Tostedt den Gewaltexzessen der Neonazis zum Opfer. Mit roher Gewalt wurden eine Scheibe und eine Glastür zerstört, nachdem bereits Anfang November die Wohnzimmerscheibe zu Bruch ging (hier geht es zum Bericht… für diejenigen, die den ersten Link nicht geahnt haben). Damit gehen die gezielten Einschüchterungen weiter, obwohl bereits die letzten Angriffe in den Medien umfangreich thematisiert wurden. Weder die negative Öffentlichkeitswirkung noch die versuchte Intervention der staatlichen Repressionsorgane (Hausdurchsuchungen bei einigen AnhängerInnen der Nachwuchs-Neonaziszene) hinderten die gewaltbereiten NeofaschistInnen an ihrem Handeln.
Auch der restliche Ort Tostedt blieb von Neonaziaktivitäten nicht verschont. Auf einer privaten Geburtstagsfeier kam es während und nach der Feier zu zwei gewaltsamen Übergriffen auf eingeladene Gäste, nachdem eine Gruppe von etwa 15 NeonazistInnen Konfliktsituationen provozierte.

NPD zieht Anmeldung zurück!!

Liebe Mitstreiter_innen,

jetzt ist es amtlich, die NPD hat ihre Anmeldung für einen Aufmarsch am 5.12. in Buchholz in der Nordheide zurück gezogen. Hintergrund für diese Entscheidung ist, dass am 5.12. in Buchholz nicht nur der Weihnachtsmarkt stattfindet, sondern auch eine größere Veranstaltung für Kinder. Die Stadt Buchholz hatte der NPD gegenüber deutlich gemacht, dass an diesem Tag kein Aufmarsch der NPD stattfinden könne, da die Sicherheit für die zu erwartenden vielen Kinder und Familien gefährdet sei. Ein mögliches Verbot des Naziaufmarsches wurde angekündigt. Daraufhin hat der NPD-Unterbezirksvorsitzende Manfred Börm angekündigt, auf einen Aufmarsch am 5.12. verzichten zu wollen und dafür im Januar oder Februar 2010 erneut eine Veranstaltung anzumelden. Für die NPD ist dies sicherlich auch eine willkommene Möglichkeit, sich so aus der Affäre zu ziehen. Zum einen hätte es für einen Aufmarsch am 5.12. keine große Unterstützung gegeben, da die Kameradschaftsszene aus Tostedt den Aufmarsch offensichtlich nicht mitgetragen hätte und zum anderen die örtlichen Nazistrukturen nicht unbedingt werbewirksam für die NPD wären.

Die von uns geplante Demonstration gegen den Naziaufmarsch werden wir nun nicht durchführen! In der nächsten Zeit werden wir uns an dem Versuch beteiligen, in Buchholz ein „Bündnis gegen Rechts“ aufzubauen. Dazu sind die ersten Schritte getan und im Frühjahr wird es erste Veranstaltungen geben. Sollte die NPD erneut etwas in Buchholz anmelden – was zu erwarten ist – werden wir entsprechend darauf reagieren. Infos werden dann bekannt gegeben.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns und den AK Antifaschismus Buchholz am 5.12. unterstützen wollten und die Mobilisierung mitgetragen haben. Terminhinweise auf den verschiedenen Internetseiten können gelöscht werden.

Für Rückfragen stehen wir zur Verfügung und bauen weiterhin auf Eure Unterstützung, sollte es im Frühjahr zu einem Naziaufmarsch in Buchholz kommen oder wenn wir uns gemeinsam den Nazistrukturen im Landkreis Harburg entgegenstellen werden.

Mit antifaschistischen Grüßen
Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen

www.nazis-aufhalten.de